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Cross-Training for Runners: Why Rowing Makes You Faster

18. May 2026

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BY Lars Wichert

Kurz gesagt: Rudern kann das Lauftraining sinnvoll ergänzen. Es fordert Herz und Kreislauf ohne die wiederholten Stoßbelastungen des Laufens und trainiert gleichzeitig Beine, Rumpf und Oberkörper. So lassen sich zusätzliche Trainingsreize setzen, ohne einfach nur mehr Laufkilometer zu sammeln.

Das Problem: Laufen allein macht dich nicht automatisch besser

Die meisten ambitionierten Läuferinnen und Läufer kennen das Dilemma: Mehr Training soll schnellere Zeiten bringen, aber mehr Laufen erhöht gleichzeitig die körperliche Belastung. Shin Splints, Knieschmerzen, Achillessehnenprobleme und Ermüdungsfrakturen gehören zu den Gründen, warum Läufer ihr Trainingspensum zeitweise reduzieren müssen.

Die Lösung liegt nicht zwangsläufig darin, noch mehr Kilometer zu sammeln. Sie kann auch in einem sinnvoll geplanten Ergänzungstraining liegen. Hier bietet Rudern gegenüber vielen anderen Crosstraining-Methoden besondere Vorteile.

Crosstraining für Läufer: Worum geht es?

Crosstraining bedeutet, die Ausdauer ergänzend zu trainieren, ohne zu laufen. Das Ziel ist es, die kardiovaskuläre Fitness aufrechtzuerhalten oder zu verbessern und gleichzeitig die laufspezifische Stoßbelastung zu reduzieren. Crosstraining hilft besonders in drei Situationen:

  • Bei reduziertem Lauftraining: Ausdauertraining, wenn der Laufumfang vorübergehend gesenkt werden muss und medizinisch nichts gegen Rudern spricht.
  • In der Regenerationswoche: aktive Erholung ohne zusätzliche Laufkilometer.
  • Als strukturierter Trainingsbestandteil: Ausgleich von Muskelschwächen und einseitigen Belastungen.

Die klassischen Crosstraining-Optionen für Läufer sind Radfahren, Schwimmen, Ellipsentraining und Rudern. Während alle vier vergleichsweise gelenkschonend sind, verbindet Rudern Ausdauertraining mit Widerstandsarbeit für Beine, Rumpf und Oberkörper.

Laufgruppe beim gemeinsamen Training auf einem Weg
Rudern kann das Lauftraining ergänzen, ohne weitere Laufkilometer in den Wochenumfang zu packen.

Studie: Krafttraining kann die Running Economy verbessern

Eine 2024 in Sports Medicine veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse von Llanos-Lagos et al. untersuchte die Wirkung verschiedener Krafttrainingsmethoden auf die Running Economy bei Mittel- und Langstreckenläufern. Analysiert wurden Studien aus PubMed, Web of Science, SPORTDiscus und Scopus.

Das Ergebnis: Bestimmte Formen des Krafttrainings können die Running Economy verbessern. Damit ist die Energieeffizienz bei submaximaler Laufgeschwindigkeit gemeint. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt unter anderem von der Trainingsmethode und der Geschwindigkeit ab, bei der die Running Economy gemessen wird.

Krafttraining kann die Running Economy verbessern, wobei das Ausmaß unter anderem von der gewählten Trainingsmethode und der untersuchten Laufgeschwindigkeit abhängt.

Wichtige Einordnung für das Rudern: Die Studie untersuchte Krafttraining und nicht Rudern als eigenständige Intervention. Sie beweist deshalb nicht direkt, dass Rudern allein die Running Economy verbessert. Rudern verbindet jedoch Ausdauertraining mit Widerstandsarbeit für große Muskelgruppen und kann daher ein sinnvoller ergänzender Trainingsbaustein sein.

Warum Rudern als Crosstraining für Läufer gut funktioniert

Rudern bringt eine Kombination von Eigenschaften mit, die es für Läufer besonders interessant macht.

1. Gelenkschonend und trotzdem intensiv

Der größte Vorteil: Beim Rudern entstehen keine wiederholten Landestöße wie beim Laufen. Dadurch lässt sich das Herz-Kreislauf-System fordern, während die laufspezifische Stoßbelastung entfällt. Bei bestehenden Beschwerden sollte vorher geklärt werden, ob die Ruderbewegung geeignet ist.

2. Core-Training für eine stabile Laufhaltung

Laufen erfordert einen stabilen Rumpf. Mit zunehmender Ermüdung wird es schwieriger, Oberkörper und Becken kontrolliert zu halten. Beim Rudern stabilisieren Bauch- und Rückenmuskulatur den Rumpf während jedes Ruderschlags. Das kann eine aufrechte und kontrollierte Haltung unterstützen.

3. Rücken und Gesäß als wichtige Kraftquellen

Ein großer Teil der Ruderbewegung entsteht durch den Beinstoß. Dabei arbeiten unter anderem Gesäß, Quadrizeps und hintere Oberschenkelmuskulatur zusammen. Eine kräftige Gesäßmuskulatur unterstützt die Hüftstreckung und stabilisiert das Becken beim Laufen.

Rudern als ergänzendes Crosstraining für Läufer
Die Intensität auf dem Rudergerät lässt sich für lockere Ausdauereinheiten und Intervalle dosieren.

4. Oberkörperkraft als Ausgleich

Beim Radfahren wird der Oberkörper nur wenig trainiert. Rudern bezieht dagegen Latissimus, Schulterblattmuskulatur, Arme und Schultern in die Bewegung ein. Für Läufer bedeutet das eine ausgeglichenere Belastung und einen zusätzlichen Trainingsreiz für die Oberkörpermuskulatur.

5. VO₂max und kardiovaskuläre Kapazität

Beim Rudern arbeiten viele große Muskelgruppen gleichzeitig. Dadurch kann das Herz-Kreislauf-System intensiv belastet werden. Neben ruhigen Grundlageneinheiten sind auch gezielte Intervalle möglich, die einen starken Ausdauerreiz setzen.

6. Rhythmus und Konzentration

Rudern ähnelt dem Laufen in einem oft unterschätzten Aspekt: dem gleichmäßigen Rhythmus. Der wiederkehrende Bewegungsablauf fördert Konzentration, Belastungsgefühl und eine kontrollierte Atmung.

Crosstraining-Vergleich: Rudern, Radfahren und Schwimmen

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede der drei Crosstraining-Arten:

Kriterium Rudern Radfahren Schwimmen
Stoßbelastung sehr gering sehr gering sehr gering
Beine hoch hoch gering bis mittel
Rumpf hoch eher gering hoch
Oberkörper mittel bis hoch gering hoch
Training zu Hause mit Rudergerät möglich mit Ergometer oder Rolle möglich in der Regel nicht möglich

Welche Muskeln stärkt Rudern für Läufer?

Die Ruderbewegung lässt sich in vier Phasen einteilen: Auslage, Durchzug, Endzug und Rückführung. Über den gesamten Bewegungszyklus werden folgende Muskelgruppen beansprucht:

  • Gluteus maximus und medius: unterstützen die Hüftstreckung und Stabilisierung des Beckens.
  • Quadrizeps und Hamstrings: arbeiten während Beinstoß und kontrollierter Rückführung zusammen.
  • Tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur: stabilisiert den Rumpf und überträgt die Kraft zwischen Beinen und Oberkörper.
  • Latissimus und Rhomboiden: unterstützen Zugbewegung und Schulterblattkontrolle.
  • Wadenmuskulatur: wirkt bei der Bewegung mit, wird jedoch weniger laufspezifisch belastet als beim Laufen.

So integrierst du Rudern in deinen Trainingsplan

Rudern eignet sich für verschiedene Trainingsszenarien:

  • Bei reduziertem Laufumfang: Eine Rudereinheit kann die Ausdauer fordern, ohne zusätzliche Laufkilometer zu verursachen. Bei Verletzungen oder Schmerzen sollte die Belastung fachlich abgestimmt werden.
  • Als aktive Regeneration: Lockere 20 bis 30 Minuten am Tag nach einem harten Lauf können die Durchblutung fördern, ohne einen weiteren intensiven Laufreiz zu setzen.
  • Als strukturierter Trainingstag: Ein bis zwei Rudereinheiten pro Woche können als Kraftausdauer- oder Intervalltraining eingesetzt werden.

Empfehlung für Einsteiger: Beginne mit ein bis zwei Einheiten von jeweils etwa 20 Minuten pro Woche bei moderater Intensität. Achte zunächst stärker auf eine saubere Technik als auf hohe Widerstandsstufen oder Schlagzahlen.

Trainingsprogramme auf einem AUGLETICS Rudergerät für das Crosstraining
Vorprogrammierte Einheiten erleichtern die Steuerung von Dauer und Intensität.

Das Gerät für dein Crosstraining

Das AUGLETICS Eight Style ermöglicht effektives und leises Rudertraining zu Hause. Das Gerät kombiniert eine elektronisch geregelte Wirbelstrombremse mit einem großen Display, geführten Trainingsprogrammen und einem sensorgestützten Virtual Coach.

Leise Wirbelstrombremse

Die elektronisch gesteuerte Wirbelstrombremse arbeitet leise und eignet sich dadurch auch für das Training in Wohnungen oder am Abend.

Herzfrequenztraining

Mit einem kompatiblen Pulsgurt lassen sich Trainingsbereiche anhand der Herzfrequenz kontrollieren. Das erleichtert die Steuerung lockerer Regenerationseinheiten und intensiverer Ausdauerreize.

Virtual Coach für die Rudertechnik

Der integrierte Virtual Coach analysiert den Bewegungsablauf und gibt direktes Feedback. Das hilft besonders Einsteigern dabei, die Ruderbewegung kontrolliert zu erlernen.

Mehr als 30 Trainingsprogramme ohne verpflichtendes Abo

Von lockeren Ausdauereinheiten bis zu intensiven Intervallen stehen unterschiedliche Programme zur Verfügung. Die integrierten Trainingsfunktionen sind ohne verpflichtendes monatliches Abo nutzbar.

Kompakt und klappbar

Das Gerät ist 181 cm lang und lässt sich nach dem Training hochklappen und auf Rollen bewegen.

Mehr über das AUGLETICS Eight Style erfahren

Fazit: Wer läuft, kann vom Rudern profitieren

Crosstraining ist kein Kompromiss, sondern kann eine sinnvolle Ergänzung des Lauftrainings sein. Rudern ist stoßarm, beansprucht viele Muskelgruppen und ermöglicht sowohl lockere als auch intensive Ausdauereinheiten.

Die wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass bestimmte Formen des Krafttrainings die Running Economy verbessern können. Rudern ist damit nicht gleichzusetzen, verbindet aber Ausdauertraining und Widerstandsarbeit in einer flüssigen Bewegung. Das AUGLETICS Eight Style macht dieses Training zu Hause leise, strukturiert und ohne verpflichtende monatliche Zusatzkosten möglich.

About the author

Lars Wichert

Lars Wichert ist Sportwissenschaftler und ehemaliger Leistungssportler im Rudern. Er war 13 Jahre Teil der deutschen Nationalmannschaft. Dabei kann er auf zwei Teilnahmen an den Olympischen Spielen sowie drei Weltmeistertitel zurückblicken. Er war nach seiner Ruderkarriere als Trainer tätig und konnte mit seinem Team die Europameisterschaft gewinnen. Mittlerweile ist er in seiner Freizeit im Triathlon unterwegs und hält dort die Weltbestzeit der Amateure über die Ironman-Distanz. Lars verfügt über das Wissen als Trainer, Leistungssportler und Sportwissenschaftler, sodass sich jeder angesprochen fühlen kann. Sein Ziel ist es, Spaß an der Bewegung zu vermitteln und zu verdeutlichen, dass mit geringem Aufwand viel für die Gesundheit getan werden kann – denn es gibt keine bessere Vorsorge als die Investition in die eigene Gesundheit. Lars Wichert è uno scienziato dello sport ed ex atleta agonista di canottaggio. Ha fatto parte della nazionale tedesca per 13 anni. Ha partecipato a due Olimpiadi e ha vinto tre titoli mondiali. Dopo la carriera di canottiere, ha lavorato come allenatore e ha vinto il campionato europeo con la sua squadra. Nel tempo libero pratica il triathlon e detiene il record mondiale amatoriale sulla distanza Ironman. Lars dispone delle conoscenze necessarie come allenatore, atleta agonista e scienziato dello sport, in modo da poter soddisfare le esigenze di tutti. Il suo obiettivo è quello di trasmettere il piacere del movimento e di dimostrare che con poco sforzo si può fare molto per la salute, perché non c’è prevenzione migliore che quella della propria salute. Lars Wichert is a sports scientist and former competitive rower. He was a member of the German national team for 13 years. He can look back on two Olympic appearances and three world championship titles. After his rowing career, he worked as a coach and won the European Championship with his team. He now spends his free time competing in triathlons and holds the world record for amateurs over the Ironman distance. Lars has the knowledge as a coach, competitive athlete and sports scientist, so that everyone can feel addressed. His goal is to convey the fun of exercise and to make it clear that a lot can be done for one’s health with little effort – because there is no better prevention than taking care of one’s own health. Lars Wichert est scientifique du sport et ancien athlète de haut niveau en aviron. Il a fait partie de l’équipe nationale allemande pendant 13 ans. Il a participé à deux reprises aux Jeux Olympiques et remporté trois titres de champion du monde. Après sa carrière d’avironneur, il a travaillé comme entraîneur et a remporté le championnat d’Europe avec son équipe. Aujourd’hui, il consacre son temps libre au triathlon et détient le record mondial amateur sur la distance Ironman. Lars dispose des connaissances nécessaires en tant qu’entraîneur, athlète de haut niveau et scientifique du sport, ce qui lui permet de s’adresser à tout le monde. Son objectif est de transmettre le plaisir de bouger et de montrer qu’il est possible de faire beaucoup pour sa santé avec peu d’efforts, car il n’y a pas de meilleure prévention que celle de sa propre santé.

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